„Meine Fotografie baut auf intensives Beobachten, ich nehme den Vorgang des Sehens sehr ernst, das entspricht meinem Wesen. Das läßt mich, so mir das Glück hold ist, für den Moment bereit sein, in dem sich die Wirklichkeit für mich inszeniert und auf der Bühne der Realität sichtbar wird. Als Fotograf bin ich Zuschauer und Akteur zugleich. Das ist das Spannende an diesem Spiel: im wahrsten Wortsinn im Bilde zu sein ist Herausforderung und Befriedigung zugleich für mich.“

Peter Leske, Ausstellungstext, 1989

Peter Leske gehörte auf dem Gebiet der Bildreportage zu den Spitzenfotografen der DDR. Er hatte Zugang zu verschiedensten Bereichen der Gesellschaft. Für diese Ausstellung konnte sein bisher unerschlossenes Bildarchiv gesichert werden. Aus etwa 120.000 Aufnahmen wurden für seine Arbeitsweise charakteristische Bilder ausgewählt, viele präsentieren sich als zeitlose Werke der Fotografie und zugleich als historische Dokumente.

Als festangestellter Bildreporter arbeitete Peter Leske an der Schnittstelle staatlicher Medienmacht zur Gesellschaft. Hier traf politische Doktrin auf reales Leben. Als Fotograf war ihm die Wirklichkeit, auf die er seine Kamera richtete, näher. In diesem Spannungsfeld zeichnet diese Ausstellung ein vorbehaltloses Lebensbild. Sie berichtet von Brüchen im Berufsleben des Fotografen ebenso, wie vom künstlerischem Neuanfang, auch als Maler und Grafiker.

Die Ausstellung

In den vergangenen beiden Jahren konnte das umfangreiche Archiv des Fotografen und Bildjournalisten Peter Leske erschlossen und gesichert werden: 120.000 Negative und mehr als 3.000 Vintageprints aus sechs Jahrzehnten wurden hierzu ausgewertet und offenbaren eindrucksvolle und manchmal scheinbar beiläufige, intime und zugleich respektvolle Einblicke in die Geschichte der DDR und den Lebensalltag der Menschen.

Peter Leske gehörte auf dem Gebiet der Bildreportage zu den Spitzenfotografen der DDR. Er hatte Zugang zu verschiedensten Bereichen der Gesellschaft. Für diese Ausstellung wurden für seine Arbeitsweise charakteristische Bilder ausgewählt, viele präsentieren sich als zeitlose Werke der Fotografie und zugleich als historische Dokumente. Die Ausstellung ist nach gesellschaftlich relevanten Themen ebenso gegliedert, wie sie die denn kreativen Schaffensprozess des Fotografen über mehr als ein halbes Jahrhundert begleitet. Wir freuen uns, Ihnen das Ergebnis dieser Arbeit in in der umfassenden Schau „Peter Leske - REPORTERTAGE“ vorstellen zu dürfen. Die Stiftung Ettersberg und der Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur laden zu dieser Zeitreise ein.

Ausstellungsort

Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße

Andreasstraße 37a

99084 Erfurt

Eintrittspreise

regulär 2,00 €
ermäßigt* 1,00 €

*Schüler*innen, Studierende, Personen im Ruhestand, Menschen mit Behinderung

Öffnungszeiten

Die Fotoausstellung wird vom 02. Dezember 2021 bis zum 07. April 2022 zu sehen sein.

Dienstag, Donnerstag 12.00 - 20.00 Uhr
Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertage 10.00 - 18.00 Uhr

*öffentliche Führung am Samstag und Sonntag um 14.00 Uhr oder nach Vereinbarung

Sie wollen die Ausstellung ausleihen?

Informationen zur Ausleihe der Fotoausstellung

Die Ausstellung wurde gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, den Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und die Stiftung Ettersberg.